Die neue Ausgabe des LINKSBlick ist erschienen!
Der LINKSBlick ist die Zeitung des Kreisverband Heilbronn der Partei DIE LINKEN.
Hier können Sie sich die Zeitung im PDF-Format downloaden.
An der stillgelegten und zu einem Fahrradweg umgebauten Eisenbahnstrecke Kochendorf-Ohrnberg, im restaurierten Eisenbahnwaggon der in den 80 er Jahren zwischen Stuttgart und Süditalien (Lecce) unterwegs war, fand in der Gaststätte Nordbahnhöfle eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung statt. Mit vier spannenden Inputreferaten wurde eine interessante und vielseitige Aussprache und Diskussion eingeleitet.
Gangolf Stocker (einer der Sprecher des Stuttgarter Aktionsbündnisses gegen S 21) erläuterte die historischen Höhen und Tiefen des Projektes und die Entwicklung des Widerstandes dagegen. Dabei ging er auch auf die aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem „Schlichter“ Heiner Geißler ein.
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Liebe GenossInnen,
wir werden unser Landtagswahlprogramm diskutieren und gegebenenfalls Anträge ausarbeiten. Dazu sind drei Arbeitsgruppen gebildet worden. Alle Mitglieder und FreundInnen sind eingeladen an den Arbeitsgruppen, der Diskussion und der Ausarbeitung teilzunehmen.
Bürgerarbeit: Zwang zu jeder Arbeit (oder gar Zwangsarbeit?)
Mit der Bürgerarbeit wird der Zwang zur Arbeit, ähnlich wie bei 1,-€ Jobs,
nun nochmals verschärft. Bürgerarbeit bedeutet, dass jeder ALG II Bezieher,
erpresst werden kann, gegen seinen Willen nahezu jede Form von Arbeit, fast in
Vollzeit, für 900,-€ Brutto anzunehmen.
Schon der Vorschlag zu einem 1,-€ Job oder nun Bürgerarbeit kommt einer Erpressung
bzw. Nötigung eines ALG II Empfänger gleich.
Als was sonnst könnte man es bezeichnen wenn ein Mensch vor die Wahl gestellt wird,
entweder eine solche Maßnahme anzutreten oder hungern zu müssen und
vielleicht sogar obdachlos zu werden. Wer sich getraut eine Maßnahme nicht anzutreten,
muss mit empfindlichen Sanktionen rechnen, die von 30 – 100% Kürzungen aller
empfangener Leistungen reichen können.
trafen sich am 30.06.2010 zu einer gemeinsame Mitgliederversammlung in BFH – Kochendorf.
Im kommenden März sind in Baden-Württemberg Landtagswahlen.
Der Ortsverband Weinsberger Tal wird sich den Wahlkreis Neckarsulm mit dem OV Unterer Kocher/Untere Jagst teilen. Deshalb gab es bereits am 30. Juli eine gemeinsame Veranstaltung der beiden OVs in BFH – Kochendorf.
Stellungnahme des OV Kocher-Jagst zum Sparpaket:
Kürzungen und Streichungen von Sozialleistungen, Hartz IV, Elterngeld und Arbeitslosengeld sind unsozial und völlig undiskutabel.
Für die Mitglieder des OV Kocher-Jagst sind Kürzungen im sozialen Bereich, also beiden schwächsten unserer Gesellschaft, völlig indiskutabel. Wobei wir wissen, dass auch der so genannte Mittelstand für die Kosten der „Krise“ aufkommen muss. Wer sich jetzt noch hinter seinem Arbeitsplatz oder seiner Selbstständigkeit sicher fühlt, den „Sparzwängen“ der Regierung zu entkommen, der wird sich früher oder später eines Besseren belehren lassen müssen. Noch ist Zeit, seinen Unmut zu äußern und sich zu wehren. Das lässt sich auf vielerlei Art und Weisen realisieren. Jedoch nicht zu Hause vor der Flimmerkiste und schon gar nicht am Biertisch in der nächsten Kneipe. Wir rufen alle die auf, die bislang die brisante Situation unterschätzt haben, aufzustehen und ihren Unmut offen zu zeigen. Denn was hier mit den Menschen geschehen soll, ist der direkte Weg in eine politisch gewollte gesellschaftliche Armut. Und das ohne Rücksicht auf Verluste.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung plant im Zuge des angekündigten Sparpaketes folgende sozialen Leistungen zu kürzen. Dabei sind vor allem diejenigen betroffen, die schon weniger als nichts haben. Wichtige Details gehen in der aktuellen Medienberichterstattung unter. Deshalb hier die Kürzungspläne noch einmal etwas detaillierter. Die Einsparungen könnte man als den größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik bezeichnen. Während Besserverdiener und Reiche keine Abgabensteigerungen befürchten müssen, werden die Ärmsten dieser Gesellschaft zur Kasse gebeten. Das hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts mehr zu tun.
Kürzungen und Streichungen
Übergangszahlungen Arbeitslosengeld I zu Arbeitslosengeld II
Der Zuschlag bei Übergang vom ALG I zum ALG II (Hartz IV), der für maximal zwei Jahre gezahlt wurde, wird ersatzlos gestrichen. Bislang wurden für Singles 160 Euro im ersten Jahr und für das zweite Jahr 80 Euro Übergangsgeld gezahlt. Für Verheiratete gab es maximal das Doppelte.
Elterngeld bei Hartz IV gestrichen
Der Bezug des Elterngeldes für Mütter und Väter im Arbeitslosengeld II Bezug wird gestrichen. Die Bundesregierung beruft sich bei dieser Streichung darauf, dass “staatliche Hilfen” bereits bei Hartz IV vorhanden seien.
Rentenversicherungsbeitrag bei Hartz IV
Der bislang gezahlte Rentenversicherungsbeitrag für Bürger im ALG II Bezug wird ersatzlos gestrichen. Zeiten der Erwerbslosigkeit wurden bislang als so genannte Anrechungszeit dem Rentenkonto gutgeschrieben. Das soll es zukünftig nicht mehr geben. Ob diese Kürzung auch Arbeitslosengeld I Bezieher betrifft, ist bislang noch ungeklärt.
Eingliederungsmaßnahmen bei Hartz IV sollen zu “Ermessensleistungen” umgewandelt werden
Mit dieser Neuregelung sollen Hartz IV Betroffene ganz und gar dem “Gutdünken” der Behördenmitarbeiter ausgeliefert werden. Ein schon jetzt bestehender Koste – Druck, der auf Arge Mitarbeiter ausgeübt wird, wird die Situation für Hartz IV Betroffenen im hohen Maße verschlechtern. So sollen “Eingliederungshilfen” nur noch eine Kann. Leistung des Jobcenters sein. Zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung allein durch diese Umwandlung einsparen. 2014 sollen es sogar sechs Milliarden Euro sein.
Arbeitslosenversicherung
Die Arbeitslosenversicherung soll perspektivisch ohne Zuschüsse auskommen. Schon jetzt dürfte klar sein, dass die Beiträge der Arbeitslosenversicherung um über drei Prozent für die Arbeitnehmer angehoben werden.
Heizkostenzuschuss bei Wohngeld
Der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger soll wegfallen. Begründet wird diese Streichung damit, die Heizkosten hätten sich wieder “normalisiert”. Das haben sie auch, nämlich auf einem sehr hohen Kostenniveau. Ist ein Zuschuss erst einmal abgeschafft, dürfte dieser langfristig auch bei weiteren Energiekosten-Erhöhungen nicht wieder eingeführt werden.
Natürlich gibt es noch weitere Streichungen und Kürzungen, die auch bei der Bundeswehr, bei den Beamtenbezügen sowie bei der Wohnungsbauprämie vollzogen werden. Allerdings werden gesellschaftlich betrachtet nur die untersten Einkommensgruppen übermäßig geschröpft. Der Plan sieht demnach vor, genau die Menschen zu belasten, die sowieso kaum über eine “Lobby” verfügen. Ein breiter Protest aller gesellschaftlichen Gruppen wäre mehr als notwendig, denn Hartz IV kann fast jeden Menschen in Deutschland betreffen.
Alois Muth
Anti-Atom Kundgebung – wir waren dabei!
Trotz des anfänglich sehr schlechten Wetters war die heutige Anti-Atom Kundgebung mit ca. 5000 Demonstranten sehr gut besucht. Auch DIE LINKE Heilbronn hat sich mit einem Infostand an der Kundgebung beteiligt.
Nur mit viel Mühe, Ideenreichtum und in Teamarbeit haben wir (Jürgen, Ali, Erika, Thorsten) es geschafft unseren Pavillon trotz der kräftigen Windböen aufzustellen.
Es war schon sehr beeindruckend als der Demonstrationszug mit rund 4500 Menschen aus Kircheim am AKW Neckarwestheim angekommen ist.
Würde in den Medien endlich mal bekannt gegeben, dass alleine durch den Block1 schon 420 meldepflichtige Störfälle verursacht wurden, hätte man sicherlich mit weit mehr Demonstranten rechnen können.
Laut der Statistik des Bundesamt für Strahlenschutz, kam es in Deutschland alleine im Jahr 2008 zu 84 Störfälle! Vergessen darf man auch nicht, das es für den ATOM-Restmüll immer noch kein Endlager gibt. Es wird auch nie ein vernünftiges Endlager geben können. Denn wer kann schon vorhersagen was in 100.000 Jahren sein wird?
Gerade deshalb war der Kubus den die EnBw aufgestellt hat eine besondere Provokation. Aktivisten der Robin Wood Organistation bestiegen den Kubus und breiteten ein Transparent mit dem Slogan “Lächeln statt strahlen” aus.
Am Rande der Veranstaltung kam es noch zu einem lustigen Ereignis, als einige jugendliche, darunter auch Mitglieder der Linksjugend solid, durch das zu ketten und einer Blockade von einem Tor, die Mitarbeiter von EnBw vom AKW aussperrten.
MACH MIT!
Bei der Anti-Atom-Großkundgebung in Neckarwestheim setzt sich am Sonntag, 21. März, um 13.30 Uhr der Demonstrationszug vom Bahnhof Kirchheim zum GKN-Parkplatz in Bewegung, Die Punkrockband Glyzerin spielt dort ab 13.30 Uhr. Gegen 14 Uhr beginnt die Kundgebung vor dem GKN-Tor mit der Hauptrede des BUND-Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger. Um 15 Uhr startet die Mitmachaktion „Das längste Anti-Atom-Banner der Welt“ mit Musik von den Tiny Tones. Während der Veranstaltung gibt es auch ein buntes Rahmenprogramm mit Sambagruppen und einem Spielmobil.
Hintergrund:
Im Mittelpunkt der Diskussion um Laufzeitverlängerungen steht derzeit das Atomkraftwerk Neckarwestheim I, dessen Reststrommenge fast aufgebraucht ist. Fakt ist – entgegen aller Behauptungen – dass bisher noch nichts entschieden ist.
Fakt ist auch, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft will. Dies gilt es gerade in diesem Jahr, in dem Richtungsentscheidungen getroffen werden sollen, mit Nachdruck zu verdeutlichen.
Am 21. März 2010 veranstaltet deshalb ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Verbänden, Initiativen, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Unternehmen eine große Anti-Atom Kundgebung am AKW-Neckarwestheim.
Wichtig ist schon jetzt den Termin vorzumerken, bekannt zu machen und die Teilnahme fest einzuplanen. Je mehr Menschen zusammen kommen, desto deutlicher das Signal! Noch können wir direkt Einfluss nehmen, wenn wir uns aktiv einmischen. Deshalb mitmachen!